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- Geschrieben von: Bärbel Müller
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Am Donnerstag, 19. Februar 2026 findet um 19:00 Uhr im Forstamt Koblenz, Richard-Wagner-Straße 14, 56075 Koblenz, eine Informationsveranstaltung für Kleinprivatwaldbesitzende statt.
Informiert wird neben einer allgemeinen Einführung über Möglichkeiten der Waldbewirtschaftung und die Unterstützung dazu von Landesforsten RLP. Weitere Themen sind Förderung und Hilfe zum Holzverkauf. Ebenso thematisiert werden Rechte und Pflichten und Möglichkeiten der Mitwirkung in Jagdgenossenschaft.
Referent: David Ris, Produktgruppenleiter Privatwaldbetreuung
Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Kontakt für Fragen: Andreas Weber 0261 / 9 21 77 12
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- Geschrieben von: Bärbel Müller
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Einladung
zur ordentlichen Mitgliederversammlung des Waldbauvereins Mayen Koblenz e.V. am Samstag, den 14. März 2026 um 14:00 Uhr im Hotel Forsthaus Riedener Mühlen Nettestr. 12, 56745 Volkesfeld.
- Begrüßung durch den Vorsitzenden Christian Müller
- Totenehrung
- Grußworte der Gäste
- Geschäftsbericht 2025 durch Herrn Christian Müller
- Kassenbericht 2025 durch Frau Bärbel Müller
- Entlastung des Vorstandes
- Neuwahl der Kassenprüfer
- Bericht von Herrn Martin Kuckartz - Forstwirtschaftliche Vereinigung Eifel- Ahr- Mosel GmbH über „Aktivitäten der Forstwirtschaftlichen Vereinigung“
- Bericht über die Aktivitäten in den Forstämtern von Forstamtsleiter Martin Dreist
- Referat von Herrn Dirk Fernholz – Waldbesitzerverband Rheinland Pfalz, über „Aktuelles aus Forstpolitik und forstbetriebliche Themen“
- Referat von Herrn Dr. Straubinger mit Diskussionsteil über „Klimaangepasstes Waldmanagement im Privatwald“
- Aktivitäten 2026 des Waldbauvereins Mayen-Koblenz e.V.
- Verschiedenes und Aussprache
Gäste sind herzlich willkommen.
Mit freundlichen Grüßen
Christian Müller
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- Geschrieben von: Dieter Kaul
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Die Fichte ist weg - was nun? Oder einmal Fichte geht noch?
Morgens trafen sich 10 Fredunde des Waldes, um an 3 Punkten zu erfahren, wie sich ein Wald nach einem Windwurf oder einem Käferbefall entwickeln kann, und wie wir Waldbesitzer ihn dabei unterstützen können.
Im Stadtwald Rhens übten wir in Kleingruppen wie man mit dem Zollstockverfahren sich einen Überblick darüber verschaffen kann, was auf einer Schadfläche überhaupt an Verjüngung da ist. Bei der anschließenden Auswertung waren die Teilnehmer über die Menge und Vielfalt dessen, was die Natur uns schenkt, überrascht.
Die Wiederbewaldung und die Entwicklung hin zu einem klimaangepassten Wald wird bei Beibehaltung der intensiven Bejagung auf dieser Fläche ohne Pflanzung und ohne Schutzmaßnahmen möglich sein.
Im Privatwald schauten wir uns dann eine Fichten-Windwurffläche von 2010 die ebenfalls ohne Pflanzung natürlich aber mit Zaun verjüngt wurde, an. Auch hier waren die Betrachter von der Vielfalt der Arten- und Altersmischung angetan.
Nach einer Mittagspause mit Wildbratwurst vom Grill, Brötchen und Getränken mussten die Teilnehmer bei einer Auszeichenübung in einem alters- und artengemischten Waldbestand wieder selbst Hand anlegen. Schnell stellten alle fest, dass es doch nicht so einfach ist, zu entscheiden, welcher Baum gefördert werden soll, und welcher dafür entnommen werden soll. An den ausgewählten Bäumen wurde das Ergebnis dann gemeinsam besprochen.
Gegen 15,30 Uhr endete die Veranstaltung mit dem Wunsch weiterhin solche Waldbautrainings anzubieten.
Dieter Kaul
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- Geschrieben von: Christian Müller
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Am 13.09.2025 trafen sich 20 Waldbauern in Langenfeld, um an einer Lehrfahrt zur Hatzfeldt-Wildenburg´schen Verwaltung des Schlosses Schönstein bei Wissen teilzunehmen. Auf einer Fläche von 15.058 ha betreibt die Hatzfeldt-Wildenburg´sche Verwaltung in Rheinland-Pfalz, Brandenburg und Thüringen eine ökologisch und ökonomisch ausgerichtete Waldwirtschaft. Die Wälder in Rheinland-Pfalz rd. 7500 ha befinden sich seit über 500 Jahren im Besitz der Familie. Gegen 9.00 Uhr, nach einer zweistündigen Fahrt, wurden wir von Herrn Dr. Franz Staubinger in Birken-Honigessen empfangen. Er war über drei Jahrzehnte dort als Geschäftsführer tätig.
Wir fuhren direkt ins Revier um unterschiedliche Waldbilder zu begutachten. Dort erhielten wir erste Eindrücke über die Auswirkungen der gezielten Bejagung, da wir vor Ort sehr viel Naturverjüngung unterschiedlichen Alters bestaunen konnten. Herr Dr. Straubiger führte aus, dass es erwiesene Studien gibt, bei der durch effektive Jagdausübung die Kosten pro Hektar für die Eigentümer der Flächen zu Ersparnissen von 120 € bis 140 € pro Jahr führt. Zum einen muss weniger gepflanzt werden und zum anderen ist der Einzelschutz nicht notwendig. In diesem Waldbereich konnten wir die Anpflanzung von fremdländischen Baumarten wie die Küsten- und Hemlocktanne von vor ca. 40 Jahren bestaunen. Diese Baumarten zeigen einen hohe jährlichen Zuwachs und haben sich den Umweltbedingungen hier sehr gut angepasst.
Bei der nächsten Fläche, die in Augenschein genommen wurde, sah man wie durch gezieltes Nachpflanzen von Weißtannen, die zunächst dort nicht vorhandene Baumart erstmalig eingebracht wurde. Die Pflanzen wurden in größerem Abstand gesetzt, so dass dazwischen weiterhin andere Baumarten das ganze durchmischen.
An einem weiteren Standort konnten wir eine Fläche begutachten, bei der es 2020 durch Käferbefall nahezu zu einem Komplettausfall geführt hatte. Hier fanden ebenso gezielt Nachpflanzungen u.a. von Esskastanie in Reihe statt, allerdings war auch hier eine große Vielfalt an Naturverjüngung feststellbar. Zur allgemeinen Vegetation wurde angemerkt, dass selbst Ginster, Holunder oder anderweitige Sträucher begleitend stehen gelassen werden, solange sie nicht über die Krone der Bäume wachsen, um dann zur Konkurrenz zu werden. Der Sinn dahinter ist, dass der Boden nicht direkt der Sonne ausgesetzt wird und es genügend unterschiedliche Äsung für das Wild geben soll.
Herr Dr. Straubinger wies darauf hin, dass die Jagdverpachtung um die Forstwirtschaft zu schützen nur dann funktioniert, wenn die Pächter vor Ort sind oder die Begehungsscheininhaber, vor Ort Rehwild effektiv bejagen dürfen. Dabei sollten je nach Wilddichte bis zu 15 Rehe je 100 ha erlegt werden. Die verschiedenen Waldbilder die gezeigt wurden spiegeln genau das wieder. Die Lösung ist hier eine zielgerichtete Bejagung anstatt Jagdpacht nach Höchstgebot.
Am letzten Standort wurde deutlich, dass es auch für den engagiertesten Jäger teilweise durch dichten Waldbewuchs schwierig wird, die Ziele der Bejagung umzusetzen. Dieser Punkt wurde uns von Pirschbezirksinhaber Herr Neumann näher erläutert. Aus diesem Grund wurden gerade neue Sicht- und Schussschneisen eigerichtet, die den notwendigen Abschuss ermöglichen sollen. Die Kosten dieser ersten größeren Maßnahme trägt der Eigentümer, die anschließende Pflege übernimmt der Jagdpächter. Nahezu 100% der Jagdpachteinahmen werden wieder in die gezielte Förderung der Jagd investiert. Generell ist die Jagdpacht im Vergleich zu kommunalen Verpächtern mit einem geringen zweistelligen Pachtbetrag pro Hektar sehr human. Allerdings wird dafür auch einiges verlangt und es gibt jährlich gemeinsame Begehungen, um Verbiss- und Fegeschäden aufzudecken, um Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Um ein Waldrevier effektiv so zu bejagen, dass eine artenreiche Wiederbewaldung stattfinden kann, wird eine Umstellung der Jagd notwendig.
Im Anschluss an diesen von Herrn Dr. Straubinger hervorragend erläuterten Besichtigungen der Waldbilder, trafen sich die Waldbauern im Restaurant Germania in Wissen zum Mittagessen, und traten danach die Heimreise an.
Es war für alle Teilnehmer eine sehr aufschlussreiche Veranstaltung.
Christian Müller