Die Fichte ist weg - was nun? Oder einmal Fichte geht noch?

Morgens trafen sich 10 Fredunde des Waldes, um an 3 Punkten zu erfahren, wie sich ein Wald nach einem Windwurf oder einem Käferbefall entwickeln kann, und wie wir Waldbesitzer ihn dabei unterstützen können.
Im Stadtwald Rhens übten wir in Kleingruppen wie man mit dem Zollstockverfahren sich einen Überblick darüber verschaffen kann, was auf einer Schadfläche überhaupt an Verjüngung da ist. Bei der anschließenden Auswertung waren die Teilnehmer über die Menge und Vielfalt dessen, was die Natur uns schenkt, überrascht.

Foto: © Nina Knapp

Die Wiederbewaldung und die Entwicklung hin zu einem klimaangepassten Wald wird bei Beibehaltung der intensiven Bejagung auf dieser Fläche ohne Pflanzung und ohne Schutzmaßnahmen möglich sein.
Im Privatwald schauten wir uns dann eine Fichten-Windwurffläche von 2010 die ebenfalls ohne Pflanzung natürlich aber mit Zaun verjüngt wurde, an. Auch hier waren die Betrachter von der Vielfalt der Arten- und Altersmischung angetan.

Nach einer Mittagspause mit Wildbratwurst vom Grill, Brötchen und Getränken mussten die Teilnehmer bei einer Auszeichenübung in einem alters- und artengemischten Waldbestand wieder selbst Hand anlegen. Schnell stellten alle fest, dass es doch nicht so einfach ist, zu entscheiden, welcher Baum gefördert werden soll, und welcher dafür entnommen werden soll. An den ausgewählten Bäumen wurde das Ergebnis dann gemeinsam besprochen.

Gegen 15,30 Uhr endete die Veranstaltung mit dem Wunsch weiterhin solche Waldbautrainings anzubieten. 

Dieter Kaul

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